Satzung

Satzung
Der
Schützengesellschaft Almenrausch 1893 e.V.
Rosenheim
 § 1
Name und Sitz

 

Die am 12. Dezember 1893 gegründete Gesellschaft führt den Namen Schützengesellschaft Almenrausch 1893 e.V. und hat ihren Sitz in Rosenheim. Die Gesellschaft ist politisch rassistisch und konfessionell neutral. Sie ist Mitglied des bayerischen Sportschützenbundes e.V. und erkennt dessen Satzung an. Sie ist eingetragne Gesellschaft im Sinne des § 21 BGB.

Gemeinnützigkeit ist vom Finanzamt Rosenheim anerkannt.

§ 2
Zweck der Gesellschaft

 

Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Sie wahrt die Tradition des Schützenwesens, pflegt den Schiessport mit zugelassenen Sportwaffen und fördert besonders Ihre jugendlichen Mitglieder sportlich und gesellschaftlich.

Die Gesellschaft erstrebt keinen Gewinn und verwendet etwaige Überschüsse ausschließlich zu satzungsmäßigen Zwecken.

§ 3
Geschäftsjahr

 

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.


§ 4
Mitgliedschaft

 

Mitglied kann nur sein, wer unbescholten ist. Mitglied kann nur werden, wer das vom BSSB vorgeschriebene Lebensjahr vollendet hat.
Zum Ehrenmitglied kann ernannt werden, wer sich um die Gesellschaft, um den Schießsport oder um die Tradition des Schützenwesens besonders verdient gemacht hat.

  1. Gesuche um Aufnahme sind schriftlich an das Schützenmeisteramt zu richten; jedes Gesuch ist mindestens drei Wochen lang im Gesellschaftsraum auszuhängen oder sonst in geeigneter Weise, den Mitgliedern zur Kenntnis zu bringen.
  2. Über die Aufnahme entscheiden das Schützenmeisteramt und der Gesellschaftsausschuß gemeinsam. Das Aufnahmegesuch ist angenommen, wenn sich die Mehrheit der Anwesenden dafür ausspricht. Ein zurückgewiesenes Aufnahmegesuch kann vor Ablauf eines Jahres nicht erneuert werden
  3. Jedes neuaufgenommene Mitglied erhält eine Mitgliedskarte des BSSB und die Vereinssatzung zum Selbstkostenpreis. Es verpflichtet sich durch seine Beitrittserklärung, die Satzung anzuerkennen, zu achten und die Voraussetzungen des BSSB und DSB zu erfüllen.
  4. Mit dem Aufnahmeantrag sind die Aufnahmegebühr, der Gaubeitrag und anteilige Beiträge der Gesellschaft zu entrichten.
  5. Ehrenmitglieder werden auf Vorschlag des Schützenmeisteramtes von der Generalversammlung ernannt. Ihnen kann Sitz und Stimme im Gesellschaftsausschuß verliehen werden.

§ 5
Ende der Mitgliedschaft

 

Die Mitgliedschaft endet:.

  1. durch Austritt;
    Er kann jederzeit durch schriftliche Erklärung dem Schützenmeisteramt gegenüber erfolgen. Geschieht es nicht zum Ende eines Geschäftsjahres, hat das Mitglied die Beiträge und sonstigen Leistungen für das laufende Jahr voll zu entrichten.
  2. durch Ausschluß
    Er kann erfolgen bei Verletzung der Satzung, bei Verstoß gegen die anerkannten sportlichen Regeln und groben Verletzung von Sitte und Anstand, bei Schädigung des Ansehens und der Interessen der Gesellschaft, auch wenn der Vereinsbeitrag nach Fälligkeit trotz Aufforderunbg nicht innerhalb einer Frist von drei Monaten entrichtet wird.Der Ausschluß kann auch erfolgen bei einer rechtskräftigen Verurteilung wegen eines Vergehens; er muß erfolgen bei rechtskräftiger Verurteilung wegen eines Verbrechens.
    Über den Ausschluß entscheidet der Gesellschaftsausschuß. Vorher ist der Betroffene zu hören oder ihm sonst Gelegenheit zu geben zu dem Vorwurf Stellung zu nehmen.
    Der Ausschluß der Mitgliedschaft muß durch Aushang bekannt gegeben werden. Das betroffene Mitglied kann gegen einen Ausschließungsbeschluß zur nächsten Mitgliederversammlung Beschwerde einlegen. Das Ehrengericht der Gesellschaft kann eingeschaltet werden. Mit dem Ende der Mitgliedschaft erlöschen alle Ämter und Rechte. Für das laufende Jahr geleistete Beiträge werden nicht zurückgewährt

§ 6
Rechte und Pflichten der Mitglieder

 

  1. Die Mitglieder sind berechtigt an allen Veranstaltungen der Gesellschaft teilzunehmen und von deren Einrichtungen Gebrauch zu machen.
  2. Die Mitglieder verpflichten sich, die Ziele und Aufgaben der Gesellschaft zu fördern, dem Ansehen der Gesellschaft gerecht zu werden, die sportlichen Regeln und die Anordnungen der Generalversammlung zu befolgen, die von der Generalversammlung übertragenen Ämter und Aufgaben gewissenhaft zu erfüllen, den Jahresbeitrag und beschlossene Beiträge pünktlich zu bezahlen.
  3. Die Mitlieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln der Gesellschaft.
  4. Ehrenmitglieder genießen alle Rechte der ordentlichen Mitglieder.

§ 7
Beiträge der Mitglieder

 

Die Gesellschaft erhebt von seinen Mitgliedern einen Jahresbeitrag, dessen Höhe von der Mitgliederversammlung festgelegt wird. Alle Einnahmen dienen zur Bestreitung des anfallenden Gesellschaftsaufwandes und sind nach §2 zu verwenden.


§ 8
Organe der Gesellschaft

 

Die Organe der Gesellschaft sind:

  1. Das Schützenmeisteramt
  2. der Gesellschaftsausschuß
  3. die Generalversammlung


§ 9
Schützenmeisteramt

 

Das Schützenmeisteramt besteht aus dem 1. und 2. Schützenmeister, dem 1. Kasser, dem 1. Schriftführer und dem 1. Sportwart. Sie müssen Mitglieder der Gesellschaft und volljährig sein.
Das Schützenmeisteramt leitet die Gesellschaft. Die beiden Schützenmeister sind Vorstand im Sinne des § 26 BGB. Die Gesellschaft wird gerichtlich und außergerichtlich durch den 1.; oder 2. Schützenmeister vertreten.
Jeder ist alleinvertretungsberechtigt.
Die Mitglieder des Schützenmeisteramtes werden mit einfacher Stimmenmehrheit in der ordentlichen Mitgliederversammlung – mittels Stimmzettel – auf die Dauer von drei Jahren gewählt. Sie bleiben bis zur nächsten gültigen Wahl im Amt. Wiederwahl ist zulässig.
Das Schützenmeisteramt ist beschlußfähig, wenn drei seiner Mitglieder anwesend sind. Es entscheidet mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des 1. Schützenmeisters. Über die Sitzungen sind Protokolle zu führen.


§ 10
Gesellschaftsausschuß

 

Der Ausschuß besteht aus dem Schützenmeisteramt und fünf Beisitzern. Hat die Gesellschaft mehr als 50 Mitglieder, erhöht sich die Zahl auf neun Beisitzer. Maßgebend ist der Mitgliederstand am Tage der Wahl. Die Beisitzer werden zusammen mit der Vorstandschaft auf die Dauer von drei Jahren durch die Mitgliederversammlung gewählt. Wählbar sind volljährige Mitglieder. Wiederwahl ist zulässig.
Die gewählten Beisitzer bilden den Gesellschaftsausschuß, es sollen vertreten sein:
Jugendsportleiter, 2. Schriftführer, 2. Kassier, 2. Sportleiter, Zeugwart und dem Mitgliederstand entsprechend zwei bzw. vier weitere Mitglieder.
Aufgabe des Ausschusses ist es, das Schützenmeisteramt in allen wichtigen Angelegenheiten zu beraten. Das Schützenmeisteramt ist an Beschlüsse des Ausschusses in den von der Satzung vorgesehenen Fällen (Aufnahme und Ausschluß von Gesellschaftsmitgliedern) gebunden.
Der Ausschuß wird durch den 1. bei Verhinderung vom 2. Schützenmeister eingerufen. Dieser leitet auch die Sitzung.
Die Mitglieder des Schützenmeisteramtes haben Sitz und Stimme. Der Ausschuß ist beschlußfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder und ein Schützenmeister anwesend sind. Der Ausschuß entscheidet mit Stimmenmehrheit. Über den Verlauf der Sitzung und gefaßten Bechlüsse ist Protokoll zu führen.
Sämtliche Organe der Gesellschaft üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. Lediglich der in Gesellschaftsangelegenheiten entstehende personelle und sachliche Aufwand wird von der Gesellschaft getragen.
Kein Mitglied der Gesellschaft darf durch Verwaltungsaufgaben die dem Zweck der Gesellschaft fremd sind, oder durch verhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Unvorhergesehene Ausgaben müssen zweckgebunden und in jedem Fall von zwei unterschriftsberechtigten Ausschußmitgliedern (Schützenmeister und Kassier) unterzeichnet sein.


§ 11
Ordentliche Mitgliederversammlung

 

Die ordentliche Mitgliederversammlung tritt einmal im Jahr zusammen. Sie wird vom 1. Schützenmeister, im Falle der Verhinderung vom 2. Schützenmeister durch persönliches Anschreiben der Mitglieder, unter gleichzeitiger Bekanntgabe der Tagesordnung einberufen.
Die Einladung hat mindestens 14 Tage vorher zu erfolgen.
Die Tagesordnung erstreckt sich im allgemeinen auf folgende Punkte:

  1. Entgegennahme der Berichte,
  2. Entlastung des Schützenmeisteramtes,
  3. Verschiedenes (Wünsche und Anträge)

Anträge müssen berücksichtigt werden, wenn sie mindestens 1 Woche vor der Versammlung schriftlich beim 1. Schützenmeister eingereicht wurden; spätere nur, wenn ¼ der anwesenden Mitglieder das verlangt.
Die ordentliche Mitgliederversammlung entscheidet über Beschwerden, die sich gegen die Geschäftsführung des Schützenmeisteramtes richten und über Beschwerden eines Mitgliedes gegen einen Ausschließungsbechluß.
Die Mitgliederversammlung ist beschlußfähig, wenn sie ordnungsgemäß einberufen wurde und mindestens 1/5 der Mitglieder anwesend sind. Sie entscheidet mit Stimmenmehrheit. Bei einer Satzungsänderung ist eine ¾ Mehrheit der Anwesenden erforderlich. Über den Verlauf der Versammlung und die gefaßten Beschlüsse ist vom Schriftführer eine Niederschrift anzufertigen, zu unterzeichnen und vom Versammlungsleiter gegenzuzeichnen.
Als Rechnungsprüfer wählt die ordentliche Mitgliederversammlung zwei mit dem Rechnungswesen vertraute Mitglieder auf die Dauer von drei Jahren. Sie haben die Kassenführung und die Jahresrechnung auf Grund der Belege auf Ihre Richtigkeit zu prüfen und hierüber mündlich gegenüber der Hauptversammlung Bericht zu erstatten. Die Entlastung des Kassiers kann beantragt werden.
Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist zu berufen, wenn besondere Gründe hierfür gegeben sind; bzw. die Gesellschaftsinteressen es erfordern, oder 1/3 der Mitglieder schriftlich unter Angabe des Zweckes beim Schützenmeisteramt das Verlangen stellt.
Die außerordentliche Mitgliederversammlung hat die gleichen Befugnisse wie die ordentliche Mitgliederversammlung.


§ 12
Ordnung und Disziplin

 

Der 1. Schützenmeister übt die Ordnungsgewalt in der Gesellschaft aus. Verstösse gegen die Gesellschaftsdisziplin, die sportlichen Regeln, die Satzung und die Pflichten der Mitglieder können geahndet werden. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung an den jeweiligen Schießübungen und Preisschießen werden die Mitglieder angewiesen, sich streng an die im Schießlokal angebrachten Vorschriften zu halten. Im Besonderen wird hier auf die Bayer. Schützenordnung und die Sportordnung des Deutschen Schützenbundes e.V. hingewiesen.
Teil 0. Allgemeine Regeln.
Standaufsicht muß gewährleistet sein.


§ 13
Auflösung der Gesellschaft

 

  1. Die Gesellschaft kann außer auf Grund gesetzlicher oder behördlicher Anordnung nur durch Beschluß einer eigens hierzu einberufenen Mitgliederversammlung aufgelöst werden. Zu dem Beschluß ist eine Mehrheit von ¾ der erschienenen Mitglieder erforderlich. Entschließen sich aber mindestens 7 Mitglieder, die Gesellschaft weiterzuführen, so kann die Gesellschaft nicht aufgelöst werden.
  2. Im Falle der Auflösung und bei Änderung des Zweckes der Gesellschaft nach § 2 in nicht mehr gemeinützigen Aufgaben ist nach Erfüllung der Verpflichtungen das noch vorhandene Vermögen der örtlichen Gemeindeverwaltung treuhänderisch zu übergeben mit der Auflage es solange zu verwalten, bis es für gleiche sportliche Zwecke wieder der Verwendung zugeführt werden kann. Es werden hierfür mindestens 2 Jahre eingeräumt.
  3. Sollten sich im Laufe der vorgenannten Zeit wieder mehr als 7 Mitglieder zusammen gefunden haben mit dem Vorsatz, die Schützengesellschaft „Almenrausch“ weiter zu führen, ist das aktive Gesellschaftsvermögen auszuhändigen.
  4. Trifft Punkt 3 nicht zu, ist das Gesellschaftsvermögen samt Inventar bzw. Erlös für Letzeres der Kasse der hiesigen Arbeiterwohlfahrt einzuverleiben.

Fahne, Tischstandarte, Schützenketten und die Gesellschaftschronik sind dem Rosenheimer Heimatmuseum zu übergeben.


§ 14
Geschäftsordnung

 

In Ergänzung der Satzung werden die Befugnisse der einzelnen Organe in einer Geschäftsordnung festgelegt.
Die Geschäftsordnung muß von der ordentlichen Generalversammlung mit einer 2/3 Mehrheit genehmigt werden.


§ 15
Schlußbestimmungen

 

Vorbezeichnete Satzung wurde in der Ordentlichen Mitgliederversammlung mit dem Tagesordnungspunkt

  • Neufassung der Satzung mit Änderung der Satzung

vom 10. Januar 1986 von den 54 anwesenden Mitgliedern – einstimmig – angenommen.
Mit dem Inkrafttreten dieser Satzung werden alle früheren Satzungen soweit sie noch gelten, aufgehoben.

Es sind diese:

Gründungssatzung vom 12.Dezember 1893

Satzungsänderung vom 28.Dezember 1952

Satzung vom 01.Oktober 1958Neufassung vom 29.September 1973

Rosenheim, den 10.Jan.1986
Der Ausschuß